Geschichte des Gebäudes

Erbauung von 1388 – 1391

Auf dem Höhepunkt ihrer wirtschaftlichen und politischen Macht errichtete die Stadt am Hafen im Jahr 1388 ein „Kaufhaus“ als Warenlager und -umschlagszentrum, das heutige Konzilsgebäude. Es wurde von 1388 bis 1391 als Handelsstützpunkt mit Italien von der Stadt Konstanz unter der Leitung von Werkmeister Arnold gebaut.

Konzil und Papstwahl 1414 – 1418

In den Jahren 1414 bis 1418 fand in Konstanz der größte Kongreß des Mittelalters statt, das 16. ökomenische Konzil zur Wahl eines Papstes. König Sigmund, der Sohn Karls des IV., hatte das Konzil einberufen um das kirchliche Schisma zu beenden. Im 11. November 1417 wurde nach langen Debatten Kardinal Otto von Colonna als Papst Martin V. im oberen Saal des Konzilgebäudes gewählt.

Renovierung 1970

Von 1968 bis 1970 wurde das Konzilgebäude renoviert und zu einem Tagungs- und Festgebäude mit ausgefeilter Technik umgestaltet. Es ruht aber auch heute noch fest auf 14 gewaltigen eichenen Stützen. Bei der Renovierung wurde streng darauf geachtet, daß die historische Bausubstanz völlig erhalten blieb und gerade dies macht heute den besonderen Reiz des „Konzils“ aus.